Möckern/Ziepel – Die Geduld der Anwohner im Umfeld der Großbaustelle in Möckern ist am Ende: Immer wieder nutzen Autofahrer verbotenerweise ländliche Wege, um sich den Umweg über die offizielle Umleitungsstrecke zu sparen. Nach massiven Bürgerbeschwerden hat das Polizeirevier Jerichower Land am Mittwochmittag (27.05.2026) durchgegriffen und die betroffenen Abschnitte rigoros kontrolliert.

Zwischen 12:00 und 14:00 Uhr bezogen die Beamten Posten auf dem landwirtschaftlichen Verbindungsweg zwischen Möckern-Lühe und Ziepel sowie am Abzweig in Richtung Möckern/Zeddenicker Weg. Innerhalb der zwei Stunden stoppte die Polizei insgesamt 31 Fahrzeuge. Während Traktoren sowie Fahrzeuge der Forst- und Landwirtschaft die Wege rechtmäßig passierten, versuchten zahlreiche reguläre Autofahrer ihr Glück auf der gesperrten Piste.

Die unberechtigten Fahrer wurden von den Beamten eindringlich belehrt, rigoros zurückgewiesen und auf die ausgeschilderte Umleitung verwiesen. Die Ausrede, man habe von dem Verbot nichts gewusst, ließen die Polizisten nicht gelten. Die betroffenen Strecken sind unmissverständlich mit dem Verkehrszeichen 260 („Verbot für Kraftfahrzeuge“) und dem Zusatz „Land- und Forstwirtschaft frei“ beschildert. Zudem greift hier das Waldgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, welches das Befahren von Wald- und Wirtschaftswegen für die Allgemeinheit grundsätzlich verbietet.

Die Polizei betont, dass es sich hierbei nicht um eine einmalige Aktion handelte. Um die ländlichen Wege zu schützen und den illegalen Durchgangsverkehr einzudämmen, wird es auch in den kommenden Tagen weitere unangekündigte Kontrollen im Baustellenbereich geben.

(Quelle: Polizeirevier Jerichower Land)