B 100 ab Montag voll gesperrt: Freie Fahrt erst wieder 2028

Auf der Bundesstraße 100 müssen sich Autofahrer ab Montag, 14. September 2026, auf erhebliche Behinderungen einstellen. Für den Ersatzneubau der Muldebrücke Pouch geht das Großprojekt in die nächste Bauphase, was eine rund zweijährige Vollsperrung der B 100 erforderlich macht. Nach derzeitiger Planung soll der Verkehr erst am 1. September 2028 wieder über die Brückerollen.

Abbrucharbeiten und Pfeilerbau auf Poucher Seite

Mit dem Start des neuen Bauabschnitts beginnen die Vorbereitungen für das neue Brückenwiderlager auf der Poucher Seite. Zunächst werden das bestehende Widerlager sowie das erste Feld der alten Brücke abgerissen. Anschließend errichten die Fachkräfte den achten und damit letzten Brückenpfeiler sowie das neue Widerlager. Parallel dazu laufen auf der Gossaer Seite die Stahlbauarbeiten unter einem Schutzzelt weiter. Ab Anfang November 2026 sollen die Verschubarbeiten in fünf Teilabschnitten starten, die etwa ein Jahr in Anspruch nehmen, bevor die Fahrbahn auf dem 456 Meter langen Bauwerk betoniert wird.

Umleitungen für Fern- und Anliegerverkehr eingerichtet

Für die Zeit der zweijährigen Sperrung wurden mehrere Ausweichrouten ausgeschildert. Der überregionale Verkehr wird nördlich über Friedersdorf, Muldenstein, Zschornewitz und Gräfenhainichen beziehungsweise südlich über Löbnitz, Tiefensee, Bad Düben und Schwemsal umgeleitet. Für den örtlichen Anliegerverkehr steht die Strecke über Burgkemnitz und Schlaitz zur B 100 zur Verfügung. Auch für Fußgänger und Radfahrer gibt es eine ortsnahe Umleitung.

53 Millionen Euro für Neubau

Der Baustart für das Großprojekt erfolgte im November 2024. Die neue Brücke ersetzt ein altes Bauwerk aus dem Jahr 1975, das aufgrund schwerer Schäden nicht mehr saniert werden konnte. Insgesamt investieren das Land und der Bund rund 53 Millionen Euro in die neue Flussquerung.

Schreibe einen Kommentar