Polizeieinsatz am Donnerstagvormittag in Oschersleben: Wegen einer Bombendrohung musste das Kundencenter einer Krankenkasse in der Straße Zum Anger vorübergehend gesperrt werden. Eine Anruferin hatte am Telefon mit einem Anschlag gedroht, nachdem ihr eine Auszahlung verwehrt worden war.
Frust über Absage führt zu Drohung am Telefon
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, 1. Oktober 2026, gegen 10:20 Uhr. Eine 64-jährige Kundin meldete sich telefonisch in der Filiale, um nach der Bewilligung bestimmter finanzieller Leistungen zu fragen. Als die Mitarbeiterin ihr mitteilen musste, dass das Geld nicht ausgezahlt werden kann, eskalierte die Situation.
Die Kundin drohte unverblümt damit, mit einer Bombe im Kundencenter zu erscheinen. Während die Angestellte noch versuchte, das Gespräch zu beruhigen und die Frau an eine andere Fachabteilung weiterzuleiten, legte die Anruferin abrupt auf.
Kundencenter gesperrt – Polizei sucht Anruferin auf
Die Mitarbeiter verständigten umgehend die Polizei. Um jegliche Gefahr für Beschäftigte und Besucher auszuschließen, sperrten die Einsatzkräfte das Kundencenter vor Ort für die Dauer der Maßnahmen komplett ab.
Parallel dazu steuerten Beamte des Polizeireviers Börde die Wohnanschrift der 64-jährigen Tatverdächtigen an. Die Frau zeigte sich beim Eintreffen der Polizei sichtlich überrascht. Sie gab an, die Drohung keineswegs ernst gemeint zu haben. Ihre Aussagen seien lediglich aus großer Frustration über die vorherigen Kontaktversuche mit der Krankenkasse gefallen.
Die Polizisten belehrten die Seniorin eindringlich bezüglich ihres Verhaltens. Gegen die 64-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet.
