Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt geht weiterhin mit aller Härte gegen politisch motivierte Kriminalität vor. Im Rahmen der im Mai eingerichteten Sonderkommission (SoKo) „JuRex“ haben Ermittler am vergangenen Mittwoch einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Magdeburg vollstreckt. Ziel der Razzia war die Wohnung eines 18-jährigen Magdeburgers, der den Behörden zufolge der rechten Jugendszene zugerechnet wird.
Gegen den Heranwachsenden läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Nach Angaben des LKA hatten sich die Vorwürfe im Vorfeld durch eine intensive Auswertung seiner Aktivitäten in den sozialen Netzwerken sowie durch weitere polizeiliche Ermittlungen erhärtet. Bei der anschließenden Durchsuchung der Räumlichkeiten stießen die Beamten auf relevantes Beweismaterial und stellten dieses sicher. Die genaue Auswertung der aufgefundenen Gegenstände und digitalen Datenträger dauert derzeit noch an.
Die SoKo „JuRex“ zieht damit die Zügel im Kampf gegen extremistische Tendenzen junger Menschen spürbar an. Erst am 10. Juni war den Ermittlern im Zuge der Soko-Arbeit ein empfindlicher Schlag gelungen, als ein Haftbefehl des Amtsgerichts Gardelegen erfolgreich vollstreckt und ein Verdächtiger festgenommen werden konnte.
Die Sonderkommission war Anfang Mai ins Leben gerufen worden, um der zunehmenden Gewaltbereitschaft und den Radikalisierungsprozessen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Land wirksam entgegenzutreten. Dabei bündeln die Ermittler landesweit sowohl strafverfolgende als auch vorbeugende Maßnahmen, um sowohl organisierte Gruppen als auch radikalisierte Einzeltäter konsequent zu bekämpfen.
