Kontrolliert auf Bahnsteig 1, gelandet im Gefängnis: Der Bundespolizei ist am Donnerstagabend am Hauptbahnhof Stendal ein gesuchter Straftäter ins Netz gegangen. Gegen den 63-jährigen Deutschen lagen gleich zwei Vollstreckungshaftbefehle vor.
Geldstrafe nicht bezahlt – 930 Euro fehlten
Die Beamten überprüften den Mann am Donnerstag gegen 18:38 Uhr im Rahmen einer Streife. Der Abgleich seiner Personalien im Polizeisystem brachte schnell Klarheit: Die Staatsanwaltschaft Stendal suchte nach dem 63-Jährigen. Bereits im März 2023 war er wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe verurteilt worden, zahlte die Summe jedoch nie vollständig ab.
Im Juni 2025 folgte vor dem Amtsgericht Stendal die nächste Verurteilung wegen Diebstahls geringwertiger Sachen. Auch diesmal zahlte der Mann die verhängte Strafe nicht komplett ab und stellte sich ebenso wenig dem angeordneten Haftantritt.
Abtransport in die Justizvollzugsanstalt
Im August ergingen daraufhin beide Vollstreckungshaftbefehle. Die Polizisten nahmen den Gesuchten fest und brachten ihn zunächst auf das Revier am Hauptbahnhof. Da der Mann die nötigen 930 Euro nicht aufbringen konnte, um die Haft abzuwenden, klickten die Handschellen endgültig.
Die Bundespolizisten brachten den 63-Jährigen im Anschluss direkt in eine Justizvollzugsanstalt. Dort muss er nun eine 33-tägige Restersatzfreiheitsstrafe absitzen.
