Die Feuerwehren kamen am Donnerstag kaum zur Ruhe. Innerhalb weniger Stunden brachen in Kusey und Jübar zwei folgenschwere Brände aus, die ein Großaufgebot an Rettungskräften forderten. Während in Kusey ein Anwohner bei einer mutigen Suchaktion verletzt ins Krankenhaus gebracht werden musste, stand am späten Abend in Jübar der komplette Dachstuhl eines Wohnhauses in Flammen. Insgesamt waren 118 Brandbekämpfer im Einsatz; der Gesamtschaden geht weit in den fünfstelligen Bereich.
Der erste Alarm schlug am Donnerstagnachmittag gegen 14:40 Uhr in Kusey an. Im Grünen Weg war aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer in einer Doppelgarage ausgebrochen. Die Flammen griffen rasch auf einen direkt angrenzenden Partyraum über. Vor Ort spielten sich dramatische Szenen ab: Ein Anwohner bemerkte den Brand und lief kurzentschlossen in das brennende Gebäude, um sicherzustellen, dass sich keine Personen mehr in Gefahr befinden. Bei dieser Aktion atmete der Mann jedoch giftigen Qualm ein. Er musste mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert werden. Insgesamt 46 Einsatzkräfte der Feuerwehr eilten herbei, um den Brand einzudämmen und zu löschen.
Nur wenige Stunden später, gegen 22:00 Uhr, folgte der nächste Großeinsatz in Jübar. In der Frachtstraße stand das Dachgeschoss eines Einfamilienhauses in Flammen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte hatte sich das Feuer bereits über den gesamten oberen Bereich des Gebäudes ausgebreitet. Ein Großaufgebot von 72 Feuerwehrkräften aus den umliegenden Ortschaften war bis tief in die Nacht gefordert, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Da das Wohnhaus derzeit leer steht, wurde hier glücklicherweise niemand verletzt.
An beiden Brandorten entstand erheblicher Sachschaden, den die Polizei jeweils auf einen fünfstelligen Betrag schätzt. Die Ermittlungen zur jeweiligen Brandursache wurden in beiden Fällen offiziell eingeleitet. Um den genauen Auslöser des Feuers in Jübar zu klären, wurde der dortige Brandort von der Polizei beschlagnahmt – hier werden in den kommenden Tagen Spezialisten der Kriminalpolizei nach Spuren suchen.
