Wer in den kommenden Wochen im Unterharz unterwegs ist, braucht starke Nerven und muss sich auf erhebliche Umwege einstellen. Ab kommenden Montag, dem 6. Juli, wird die Bundesstraße 185 zwischen Mägdesprung und Alexisbad für den gesamten Verkehr komplett gesperrt. Auf dem knapp 1,2 Kilometer langen, kurvenreichen Abschnitt durch das Selketal startet eine umfassende Fahrbahnsanierung. Das Land Sachsen-Anhalt investiert gut 750.000 Euro in das Bauprojekt, um die wichtige Harz-Verbindung pünktlich zum Ende der Sommerferien wieder fit zu bekommen.
Die Bundesstraße erhält auf der gesamten Länge eine komplett neue Asphaltschicht. Parallel dazu nutzen die Straßenbauer die Sperrung, um dem dortigen Brückenbauwerk einen frischen Belag zu verpassen. Zum Abschluss stehen eine neue Fahrbahnmarkierung, modernisierte Beschilderungen und neue Leitpfosten auf dem Programm. Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten bis zum 14. August abgeschlossen sein. Bis dahin ist die Strecke voll gesperrt – für die Umleitungen gilt eine strikte Gewichtstrennung.
Besonders kompliziert wird es für Lkw und Fahrzeuge über 7,5 Tonnen. Die schwere Fracht wird regulär weiträumig ab Ballenstedt über die Landesstraßen 242 und 241 nach Bad Suderode, weiter über die L 239 nach Güntersberge und schließlich über die B 242 nach Alexisbad umgeleitet. Weil sich ab Mitte Juli jedoch eine weitere Baustelle dazwischenschiebt und die L 242 zwischen Ballenstedt und Rieder blockiert, greift dann eine Not-Umleitung: Der Schwerverkehr muss dann ab Ballenstedt den Umweg über Badeborn (K 1362), die L 85 Richtung Quedlinburg sowie die L 66 und L 239 zurück nach Gernrode nehmen, um auf die ursprüngliche Route zu gelangen.
Deutlich kürzer, aber dennoch zeitintensiver ist die Ausweichstrecke für den normalen Pkw-Verkehr und den Linienbusverkehr. Autofahrer unter 7,5 Tonnen werden ab Mägdesprung direkt über die L 235 nach Harzgerode und von dort weiter nach Alexisbad geleitet (Gegenrichtung analog). Da auf den engen Harzstraßen mit erheblichem Rückstau und zähflüssigem Verkehr zu rechnen ist, sollten Pendler und Ausflügler für die Fahrten durch die Region deutlich mehr Zeit einplanen.
