Der Sitzungsplan des Landgerichts Stendal für Oktober 2026

Tragischer Unfall, Jobcenter-Betrug und Notwehr-Streit: Das verhandelt das Landgericht Stendal im Oktober

Tödlicher Fehler mit der Landmaschine, erschlichene Tausende vom Jobcenter und ein umstrittener Notwehr-Fall: Der Sitzungsplan des Landgerichts Stendal für den Monat Oktober 2026 bietet ein breites Spektrum an Strafverfahren. Zudem öffnet die Justiz ihre Türen für Kunst aus der Altmark.

Der Monat startet am 1. Oktober mit der Berufung eines Mannes, der wegen des Diebstahls eines Bolzenschneiders und Zylinderschlosses in einem Burger Baumarkt acht Monate Haft ohne Bewährung kassierte (Az: 510 NBs 40/26). Zeitgleich geht das Verfahren um die Körperverletzung in Lindtorf weiter (Az: 501 Kls 4/26).

Am 2. Oktober beginnt der Prozess gegen einen Mann aus Burg, der aus Eifersucht seine Ex-Partnerin und einen Bekannten misshandelt sowie Polizeibeamte attackiert haben soll (Az: 501 Kls 17/26; weitere Termine am 6. und 13. Oktober). Zudem läuft der Missbrauchsprozess aus Schermen weiter (Az: 510 NBs 20/26; weitere Termine am 2. und 15. Oktober).

Ein juristisch spannender Fall folgt am 5. Oktober: Die Staatsanwaltschaft ficht den Freispruch eines Mannes an, der in Stendal einen aggressiven Betrunkenen schlug, nachdem dieser seine Freundin belästigt hatte – im Raum steht ein Notwehrexzess (Az: 503 NBs 1/26; weitere Termine am 8. und 12. Oktober). Auch die Körperverletzungssache aus Diesdorf wird an mehreren Tagen fortgesetzt (Az: 510 NBs 21/26; Termine am 5., 7. und 27. Oktober).

Über mutmaßlich erschlichene Jobcenter-Gelder verhandelt die Kammer am 6. Oktober: Ein Ehepaar aus Salzwedel soll mit gefälschten Mietverträgen über 18.200 Euro kassiert haben und wehrt sich gegen Bewährungsstrafen (Az: 510 NBs 27/26). Am 7. und 9. Oktober stehen Fortsetzungen zum Cannabisgesetz auf dem Plan (Az: 501 Kls 16/26).

Am 8. Oktober rollt das Gericht einen tragischen Fall aus Insel auf: Ein Landwirt stieß mit einer Arbeitsmaschine gegen ein Tor, woraufhin ein Zaunpfeiler umstürzte und einen Mann tödlich traf. Der Angeklagte kämpft gegen eine Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung (Az: 510 NBs 47/25).

Ein verstörender Vorwurf beschäftigt die Jugendschutzkammer am 15. Oktober: Ein Mann soll einem Mädchen in Havelberg per WhatsApp und persönlich angeboten haben, Sexualkunde praktisch zu erklären (Az: 503 Kls 8/26).

Am 20. Oktober verhandelt das Gericht eine Trunkenheitsfahrt ohne Führerschein aus Gommern (Az: 510 NBs 43/26). Am selben Tag wird um 15:00 Uhr die Kunstausstellung der Osterburger Malerain Stefanie Kuhle im 1. Obergeschoss des Landgerichts eröffnet.

Den Monatsabschluss bildet am 29. Oktober ein Fall aus Dörnitz: Ein Mann rief selbst die Polizei und wurde bei deren Eintreffen gewalttätig und beleidigend (Az: 510 NBs 28/26).

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