LANDKREIS HARZ. Ein schwarzer Freitag für Motorradfahrer im Harz: Gleich drei schwere Verkehrsunfälle haben am 19. Juni die Rettungskräfte in Atem gehalten. Drei Biker wurden dabei teils schwer verletzt, es kam zu Vollsperrungen und dem Einsatz eines Rettungshubschraubers.
Der erste Unfall ereignete sich bereits am Vormittag auf der Landstraße 243. Eine 41-jährige Frau aus Berlin war mit ihrer Kawasaki zwischen Haferfeld und Gernrode unterwegs, als sie in einer Kurve die Kontrolle verlor und stürzte. Die Bikerin zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Sie musste nach der Erstversorgung vor Ort mit einem Rettungshubschrauber in eine Fachklinik geflogen werden. Die L 243 blieb für die Rettungsarbeiten rund eine Stunde komplett gesperrt.
Zur Mittagszeit krachte es dann in Athenstedt. Eine 82-jährige Autofahrerin aus Halberstadt wollte auf die Hauptstraße einbiegen und übersah dabei einen von links kommenden, vorfahrtsberechtigten Motorradfahrer. Der 55-jährige Mann aus Braunschweig hatte keine Chance mehr zu bremsen: Durch die Wucht des Aufpralls wurde er komplett über den Pkw geschleudert. Sowohl der Biker als auch die Autofahrerin kamen mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.
Am Nachmittag folgte das nächste Unglück an einem bekannten Biker-Treffpunkt: Auf der Rappbodetalsperre (Landstraße 96) verunglückte eine 23-jährige Motorradfahrerin. Laut ersten Erkenntnissen der Polizei war sie mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs, verlor die Kontrolle und stürzte schwer. Für die Unfallaufnahme und die Bergung der Maschine musste die L 96 für etwa 40 Minuten vollgesperrt werden.
