Gleich mehrere Strafverfahren hat sich ein 46-jähriger Autofahrer am späten Sonntagabend im Gardelegener Ortsteil Weteritz eingehandelt. Der Mann war nicht nur erheblich alkoholisiert auf den Straßen der Altmark unterwegs, er wies sich bei der Polizeikontrolle zudem mit einem gefälschten Dokument aus. Die Nacht endete für ihn zur Blutprobe im Krankenhaus.
Eine Streifenbesatzung hatte den Audi gegen 23:10 Uhr in der Straße Am Prützenberg für eine routinemäßige Verkehrskontrolle herausgewunken. Als der Fahrer den Beamten seinen polnischen Führerschein aushändigte, schöpften die Polizisten schnell Verdacht. Eine genauere Überprüfung der Sicherheitsmerkmale vor Ort bestätigte den Eindruck: Das Dokument war eine komplette Fälschung. Damit war schnell klar, dass der Mann ohne gültige Fahrerlaubnis am Steuer saß.
Doch das war nicht das einzige Vergehen des Autofahrers. Während des Gesprächs bemerkten die Beamten eine deutliche Alkoholfahne bei dem Mann. Ein daraufhin durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,33 Promille, womit der Fahrer den Grenzwert zur absoluten Fahruntüchtigkeit weit überschritten hatte.
Die Konsequenzen folgten prompt: Die Polizei stellte den gefälschten Führerschein als Beweismittel sicher und untersagte die Weiterfahrt. Für eine gerichtsverwertbare Bestimmung des Alkoholwerts musste der polnische Staatsbürger die Beamten in ein Krankenhaus begleiten, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.
Auf den 46-Jährigen kommt nun ein umfangreiches Strafverfahren zu. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie wegen Trunkenheit im Verkehr.
