Stendal: Polizei stoppt 23 Rauschfahrer

Die Reaktionszeit sinkt, das Risiko steigt: Eine Woche lang hat die Polizei im Norden Sachsen-Anhalts im Rahmen einer europaweiten Aktion Jagd auf betrunkene und berauschte Autofahrer gemacht. Die Bilanz der großangelegten Kontrollwoche zeigt, dass noch immer viel zu viele Fahrer leichtsinnig das Leben anderer aufs Spiel setzen.

STENDAL. Vom 15. bis 21. Juni 2026 beteiligte sich die Polizeiinspektion Stendal an der Kontrollwoche des europäischen Verkehrsnetzwerks ROADPOL. Das Ziel der länderübergreifenden Initiative ist klar: Die Zahl der schweren und tödlichen Verkehrsunfälle auf Europas Straßen drastisch zu senken. Die Beamten bauten dazu im gesamten Zuständigkeitsbereich – der die Landkreise Stendal, Salzwedel und das Jerichower Land umfasst – zahlreiche Kontrollstellen auf.

Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte im Laufe der Woche 1.169 Fahrzeuge. Das Ergebnis: 17 Autofahrer waren alkoholisiert am Steuer erwischt worden, weitere sechs saßen unter dem Einfluss von illegalen Drogen hinterm Lenkrad. Besonders erschreckend war die Bilanz des Schwerpunktkontrolltags am Montag: Allein an diesem Tag stoppte die Polizei einen Fahrer mit einem Atemalkoholwert von sage und schreibe 3,02 Promille. Eine Blutprobe und das sofortige Ende der Weiterfahrt waren die logische Konsequenz. Neben den Rauschdelikten registrierte die Polizei zudem 55 weitere Verstöße, darunter Tempovergehen, Handynutzung am Steuer und Missachtung der Gurtpflicht.

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