Schlechte Nachrichten für Pendler und Bahnfahrer in der Altmark: Der geplante Ausbau und die Elektrifizierung der Lehrter Stammbahn dauern deutlich länger als vorgesehen. Statt Ende 2026 wird die modernisierte Trasse voraussichtlich erst im Dezember 2027 voll einsatzbereit sein. Betroffen von den Verzögerungen sind gleich mehrere wichtige Streckenabschnitte und Bahnhöfe der Region.
Arbeiten zwischen Gardelegen, Nahrstedt und Stendal
Die insgesamt 140 Kilometer lange Ausbaustrecke erstreckt sich von Vorsfelde bei Wolfsburg über Stendal bis ins brandenburgische Wustermark. Im Rahmen der ersten Baustufe werden derzeit Schlüsselabschnitte elektrifiziert – darunter die Verbindungen zwischen Gardelegen und Nahrstedt sowie zwischen Bindfelde bei Stendal und Rathenow.
Ziel des Großprojekts ist es, Ausweichmöglichkeiten für den Zugverkehr zu schaffen und den Fernverkehr auf der Schnellfahrstrecke dauerhaft für Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h auszulegen.
Ausbau in Uchtspringe, Vinzelberg und Gardelegen
Neben den neuen Oberleitungen umfasst die Modernisierung konkrete Maßnahmen vor Ort: In Gardelegen errichtet die Deutsche Bahn ein 740 Meter langes Gleis, das Güterzügen künftig als Überholmöglichkeit dient. Gleichzeitig werden die Fahrgast-Stationen in Uchtspringe und Vinzelberg angepasst und aufgewertet.
Zudem wird die Feste Fahrbahn der Schnellfahrstrecke abschnittsweise erneuert. Dies betrifft die Trassen zwischen Gardelegen und Stendal-Möringen sowie zwischen Schönhausen (Elbe) und Rathenow. Während der Unterbau ausgetauscht wird, bleiben die Gleisanlagen in ihrer bisherigen Lage erhalten.
Fertigstellung erst Ende 2027
Durch Verzögerungen im Bauablauf kann der ursprüngliche Zeitplan bis Ende 2026 nicht eingehalten werden. Nach aktuellem Stand geht die Deutsche Bahn von einer Inbetriebnahme im Dezember 2027 aus. Fahrgäste und Anwohner müssen sich somit ein Jahr länger auf die Einschränkungen einstellen.
