Ausraster am Hauptbahnhof Magdeburg: Ein 23-jähriger Mann hat am Dienstagnachmittag Bundespolizisten provoziert, erheblichen Widerstand geleistet und sogar nach der Waffe eines Beamten gegriffen. Der stark betrunkene Mann landete schließlich auf der Wache.
Pöbeleien und Griff nach der Dienstwaffe
Der Vorfall ereignete sich am 11. August 2026 gegen 17:25 Uhr im Eingangsbereich des Hauptbahnhofs. Der 23-jährige Deutsche sprach von sich aus eine Polizeistreife an und beleidigte die Beamten mit vulgären Gesten. Als die Polizisten seine Personalien kontrollieren wollten, versuchte er sich wegzudrehen, händigte seinen Ausweis nach einer Diskussion aber aus.
Auf dem Weg zur Wache wurde der Mann immer aggressiver, ballte die Fäuste und blieb ständig stehen. Schließlich griff er nach dem Schulterstück einer Maschinenpistole, die einer der Bundespolizisten bei sich trug.
Mitarbeiter der Bahnsicherheit helfen beim Überwältigen
Die Einsatzkräfte reagierten sofort, brachten den Angreifer zu Boden und fesselten ihn. Zwei Mitarbeiter der Bahnsicherheit unterstützten die Polizisten dabei. Der 23-Jährige leistete massiven Widerstand, schlug und trat um sich, sodass die Beamten ihn schließlich zur Wache tragen mussten.
Dort täuschte der Mann zunächst eine Bewusstlosigkeit vor. Als die Beamten Erste Hilfe leisten wollten, schlug er plötzlich die Augen auf und lachte die Einsatzkräfte aus. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,77 Promille.
Gegen den 23-Jährigen wurden Strafanzeigen wegen Beleidigung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte erstattet. Zudem erhielt er einen 24-stündigen Platzverweis für den Hauptbahnhof Magdeburg.
