Verstörender Vorfall im Intercity von Hamburg nach Magdeburg: Ein 49-jähriger Mann hat sich am frühen Montagabend im Zug aufdringlich einem einjährigen Mädchen genähert und versucht, das Kind auf den Kopf zu küssen. Nach dem Ausstieg am Hauptbahnhof Magdeburg erstattete die Mutter Anzeige. Die Bundespolizei sucht nun nach Zeugen.
Aufdringliches Verhalten kurz vor dem Ausstieg
Die 27-jährige Mutter war am Montag, 21. September 2026, gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter und einem Kinderwagen im Intercity 2233 unterwegs. Beide saßen im Wagen 3 im unteren Bereich des Zuges. Gegen 18:55 Uhr, kurz vor dem Erreichen des Hauptbahnhofs Magdeburg, stand die Frau auf, nahm ihr Kind auf den Arm und begab sich in den Ausstiegsbereich.
Dort suchte ein 49-jähriger Mann wiederholt den Blickkontakt zu dem Mädchen, sprach es an und deutete Luftküsse an. Da der Mutter das zunehmend aufdringliche Verhalten unangenehm war, wandte sie sich mit ihrer Tochter ab. Kurz bevor sich die Zugtüren öffneten, berührte der Mann jedoch den Kopf des Kindes und versuchte, das Mädchen gegen den Willen der Mutter auf den Kopf zu küssen. Die 27-Jährige stieß die Hand des Mannes geistesgegenwärtig weg und drehte sich erneut ab.
Bundespolizei stellt Tatverdächtigen und sucht Zeugen
Unmittelbar nach dem Ausstieg am Bahnsteig 3 wandte sich die geschockte Mutter an eine Streife der Bundespolizei. Die Beamten konnten den Tatverdächtigen, einen 49-jährigen türkischen Staatsangehörigen, noch vor Ort feststellen und kontrollieren. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Um den Vorfall lückenlos aufzuklären, bittet die Bundespolizeiinspektion Magdeburg um Mithilfe aus der Bevölkerung. Fahrgäste, die das Geschehen im IC 2233 kurz vor dem Halt in Magdeburg beobachtet haben, werden gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Bundespolizei in Magdeburg unter der Telefonnummer 0391 / 56549 555 oder über die kostenlose Hotline 0800 / 6 888 000 entgegen.
