Das Landgericht Stendal steht im August 2026 vor einem Mammut-Programm. Der Sitzungsplan für den Hochsommer umfasst schwere Gewaltverbrechen, Raubüberfälle sowie hartnäckige Verkehrsdelikte aus der gesamten Altmark und dem Jerichower Land.
Besonders im Fokus steht ein Verfahren vor dem Schwurgericht: Ein Mann soll Anfang Februar 2026 in Havelberg nach mehreren Angriffen auf Angehörige und Passanten schließlich drei Personen mit einem Messer attackiert haben (Az: 502 Ks 1/26). Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor, zwei Opfer erlitten Stichverletzungen an Brust und Arm. Für diesen Prozess hat das Gericht sechs Verhandlungstage angesetzt (7., 11., 12., 14., 18. und 21. August).
Auch weitere schwere Straftaten fordern die Große Strafkammer: Am 13. August beginnt der Prozess gegen einen Mann, der am 18. Februar 2026 den Kassierer eines Supermarkts in Gardelegen gewürgt, mit einem Cuttermesser bedroht und 455 Euro erbeutet haben soll (Fortsetzungen am 14. und 28. August; Az: 501 Kls 12/26). Nur einen Tag später, am 14. August, startet das Verfahren wegen sexueller Nötigung in Lüderitz (Ortsteil von Tangerhütte): Ein Mann soll Ende Februar eine Tankstellen-Mitarbeiterin nach Feierabend mit einem Messer bedroht und sexuell bedrängt haben (Fortsetzung am 25. August; Az: 501 Kls 13/26).
Ergänzt wird der Kalender durch Berufungsverfahren: Am 4. August kämpft ein Autofahrer aus Gardelegen gegen vier Monate Bewährungsstrafe wegen einer Fahrt unter Methamphetamin-Einfluss ohne Führerschein (Az: 510 NBs 29/26). Am 11. August verhandelt die Kammer den Fall eines Mannes, der wegen zwei Fahrten ohne Lizenz in Möckern und Hohenwarte zu acht Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde (Az: 510 NBs 33/26).
Zudem geht das Verfahren um das Beziehungsdrama und die Erpressung in Lindtorf in die Verlängerung: Hierzu sind Fortsetzungstermine am 4., 17. und 19. August anberaumt (Az: 501 Kls 4/26).
