Beim Anblick der Polizei wählt ein gesuchter Dieb in Stendal einen lebensgefährlichen Fluchtweg: Er springt aus dem Fenster und muss mit dem Rettungshubschrauber weggeflogen werden.

STENDAL. Eine geplante Festnahme in der Frommhagenstraße hat am Dienstagmorgen (09.06.2026) ein dramatisches Ende genommen. Ein gesuchter Mann wollte sich um jeden Preis dem Gefängnis entziehen und wählte dafür einen lebensgefährlichen Ausweg.

Gegen 09:25 Uhr klopften Polizeibeamte an der Wohnungstür des 36-Jährigen im zweiten Obergeschoss. Ihr Auftrag war klar: Sie sollten einen frisch ausgestellten Haftbefehl vollstrecken, da der Mann eine mehrmonatige Freiheitsstrafe wegen besonders schweren Diebstahls absitzen muss. Obwohl die Beamten sich sicher waren, dass der Stendaler zu Hause war, reagierte in der Wohnung niemand auf Klingeln, Klopfen oder Rufen.

Daraufhin ließen die Polizisten die Wohnungstür durch einen Schlüsseldienst öffnen. Bei der anschließenden Durchsuchung der Räume wirkte die Wohnung im ersten Moment wie leergefegt. Kurz darauf stießen die Beamten jedoch auf ein weit geöffnetes Zimmerfenster. Der Blick nach unten brachte die traurige Gewissheit: Auf dem Gehweg der Frommhagenstraße lag der schwer verletzte Gesuchte. Er war in seiner Verzweiflung offenbar direkt aus dem Fenster in die Tiefe gesprungen.

Die Beamten leisteten sofort Erste Hilfe und alarmierten den Rettungsdienst. Aufgrund der lebensbedrohlichen Verletzungen des 36-jährigen Deutschen musste ein Rettungshubschrauber angefordert werden, der den Mann in eine Spezialklinik flog. Der Antritt seiner Haftstrafe dürfte sich damit erst einmal auf unbestimmte Zeit verschieben.

(Quelle: Polizeiinspektion Stendal)