Grieben – Einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Kriminalpolizei haben zwölf Jungen und Mädchen der Grundschule Grieben in den Pfingstferien erlebt. Am Mittwoch stand im Ferienhort statt des normalen Programms echte Detektivarbeit auf dem Plan.

Die Regionalbereichsbeamtin aus Tangerhütte war zu Gast und hatte ein ganz besonderes Gepäckstück dabei: einen echten Spurensicherungskoffer. Gemeinsam mit den Kindern trug die Polizistin zunächst zusammen, was die Nachwuchs-Ermittler schon über die verschiedenen Spurenarten und die Arbeit der Kriminaltechnik wussten. Danach wurde der Koffer genau unter die Lupe genommen.

Um die Theorie direkt in die Praxis umzusetzen, schlüpfte ein Kind in die Rolle des „Täters“ und hinterließ absichtlich Fingerabdrücke und Speichelspuren an verschiedenen Trinkgläsern. Nun waren die jungen Spurensicherer gefragt: Ausgerüstet mit Einmalhandschuhen, Pinseln und speziellem Rußpulver machten sich die Schüler ans Werk. Unter Anleitung der Beamtin pinselten sie die Gläser vorsichtig ab, bis die unsichtbaren Fingerabdrücke wie von Zauberhand zum Vorschein kamen. Anschließend wurden die Beweismittel mit einer speziellen Klebefolie gesichert.

Auch die moderne Genetik kam nicht zu kurz: Mit echten DNA-Röhrchen sicherten die Ferienkinder die Speichelanhaftungen am Glasrand. Zum krönenden Abschluss durfte jedes Kind seinen eigenen Daumenabdruck nehmen und erhielt als Erinnerung an den ereignisreichen Tag eine offizielle „Einmaligkeitsbescheinigung“ für den eigenen Fingerabdruck.

(Quelle: Polizeirevier Stendal)

Bild: (c) Polizeiinspektion Stendal