Über eine Million Euro für die L 30: Ortsdurchfahrt Grobleben wird ab Montag voll gesperrt

Anwohner und Pendler in Grobleben (Landkreis Stendal) müssen sich ab der kommenden Woche auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Am Montag, dem 6. Juli, startet die lang geplante Generalsanierung der Ortsdurchfahrt im Zuge der Landesstraße 30. Das Land Sachsen-Anhalt pumpt dafür tief in die Tasche und investiert mehr als 1,2 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ in das Gemeinschaftsprojekt. Bis zum Frühjahr 2027 wird der betroffene Abschnitt von 385 Metern komplett umgekrempelt.

Laut Verkehrsministerin Dr. Lydia Hüskens soll das Geld gezielt dort investiert werden, wo sanierungsbedürftige Straßen und Radwege die Bürger direkt vor der Haustür belasten. In Grobleben wird deshalb nicht nur die Fahrbahn grundhaft erneuert. Die Stadt Tangermünde steuert rund 63.000 Euro für neue Gehwege bei, während die Stadtwerke weitere 151.000 Euro in neue Versorgungsleitungen unter dem Asphalt investieren. Zudem entstehen ein neuer Regenwasserkanal mit Reinigungsanlage sowie zwei moderne Bushaltestellen. Für Fußgänger und Radfahrer wird an der Nordseite der L 30 ein komplett neuer, kombinierter Geh- und Radweg gebaut.

Da die Arbeiten extrem aufwendig sind, wird die Ortsdurchfahrt bis zur geplanten Fertigstellung Anfang April nächsten Jahres für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Damit Rettungsdienste und Anwohner ihre Grundstücke erreichen können, wird das Vorhaben in zwei Abschnitte aufgeteilt: Der erste Bauabschnitt reicht vom Ortseingang Tangermünde bis zur Kreuzung in der Ortsmitte, der zweite führt von dort weiter in Richtung Demker. Ob die Sperrung während der Winterpause vorübergehend aufgehoben werden kann, entscheidet sich erst wetterabhängig zum Jahresende.

Für die Dauer der Arbeiten sind weiträumige Umleitungen ausgeschildert. Autofahrer werden über Heeren umgeleitet. Für den schweren Lastverkehr gilt eine großräumige Umfahrung ab Lüderitz über die Bundesstraßen 189 und 188 nach Tangermünde. Für den Linien- und Schulbusverkehr wird im Ort eine provisorische Haltestelle samt Wendeschleife eingerichtet.

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