Baustart für 120-Millionen-Projekt: Neue Elbebrücke verbindet Altmark und Prignitz

Ein logistisches Nadelöhr zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg wird in den kommenden Jahren beseitigt. In der Altmark haben am Montag die Bauarbeiten für den Ersatzneubau der Elbebrücke im Zuge der Bundesstraße 189 begonnen. Das länderübergreifende Großprojekt zwischen Geestgottberg und Wittenberge schlägt mit rund 120 Millionen Euro zu Buche, die komplett vom Bund getragen werden. Für die Region bedeutet der Baustart einen Meilenstein bei der Modernisierung der Infrastruktur.

Die Bestandsbrücke gilt seit langem als überlastet. Als zentrale Verkehrsader bindet sie die Altmark an die brandenburgische Prignitz an und sichert den täglichen Pendler- sowie Wirtschaftsverkehr. Entsprechend erleichtert zeigten sich die Verantwortlichen beim symbolischen Baustart. Sachsen-Anhalts Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) sprach von einem geschichtsträchtigen Tag für die Region. Zusammen mit der zeitgleichen Verkehrsfreigabe des neuen A-14-Teilstücks zwischen Lüderitz und Stendal Süd setze der Brückenbau ein unübersehbares Signal für die wirtschaftliche Entwicklung und bessere Anbindungen an das überregionale Straßennetz.

Auch Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach betonte die enorme Bedeutung des Ersatzneubaus. Die neue Querung stärke nicht nur die regionale Wirtschaft und den Tourismus im Elbtal, sondern verbessere auch die Verkehrssicherheit erheblich. Künftig soll das Bauwerk eine harmonische Einheit mit der westlich direkt angrenzenden neuen Autobahnbrücke der A 14 bilden.

Die Dimensionen des Neubaus sind gewaltig: Auf einer Gesamtlänge von exakt 1.109 Metern wird die Konstruktion das Elbtal überspannen. Die nutzbare Breite zwischen den Geländern ist auf 13,80 Meter ausgelegt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Radverkehr: An der östlichen Seite des Bauwerks wird ein eigenständiger, drei Meter breiter Geh- und Radweg integriert, der die Bedingungen für Ausflügler und Alltagspendler deutlich verbessert. Verlaufen die Arbeiten nach Plan, soll der Verkehr in genau drei Jahren über das neue Bauwerk rollen.

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