Sommerferien-Baustelle im Kreis Stendal: L 2 zwischen Havelberg und Jederitz wird voll gesperrt

Autofahrer und Pendler im Nordosten des Landkreises Stendal müssen sich pünktlich zum Start der Sommerferien auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Ab Montag, dem 6. Juli, wird die Landesstraße 2 zwischen Havelberg und Jederitz für eine umfassende Fahrbahnerneuerung komplett gesperrt. Das Land Sachsen-Anhalt nimmt für die Sanierung des maroden Streckenabschnitts viel Geld in die Hand: Gut 2,7 Millionen Euro fließen aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ in das Bauprojekt.

Auf einer Länge von 4,2 Kilometern wird der alte Asphalt rund zwölf Zentimeter tief abgefräst und anschließend in gleicher Stärke komplett neu asphaltiert. Auch die angrenzenden Bankette werden im Zuge der Arbeiten grundlegend erneuert. Ziel ist es, die vielbefahrene Verbindung zwischen den beiden Ortschaften dauerhaft verkehrssicher und zukunftsfähig zu machen.

Da die Arbeiten unter Vollsperrung stattfinden müssen, wird eine großräumige Umleitung eingerichtet. Autofahrer aus Richtung Havelberg werden über Sandau, Wulkau und Kamern sowie über Warnau, Garz und Kuhlhausen nach Jederitz geleitet. Die Gegenrichtung wird analog geführt. Da die Umleitungsstrecken deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, bittet die Verkehrsbehörde darum, zusätzliche Fahrzeit einzukalkulieren. Auch Radfahrer sind betroffen: Der erst kürzlich sanierte Radweg entlang der L 2 muss aus Sicherheitsgründen während der Bauzeit ebenfalls gesperrt werden; eine separate Rad-Umleitung wird ausgeschildert.

Die Erleichterung über die anstehende Investition ist im zuständigen Ministerium groß. „Besonders durch zügige und vor allem zielgerichtete Investitionen in die Ertüchtigung unserer stark sanierungsbedürftigen Straßen, Brücken und Radwege spüren die Menschen die beabsichtigte Wirkung des Sondervermögens direkt vor der eigenen Haustür“, erklärte Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP). Um das logistische Chaos im Berufs- und vor allem im Schulbusverkehr zu minimieren, wurde der Baustart bewusst auf die schulfreie Zeit gelegt. Läuft alles nach Plan, sollen die rund sechswöchigen Arbeiten pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen sein, sodass die L 2 wieder uneingeschränkt freigegeben werden kann.

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