Ein vermeintlich entspannter Badetag an der Umflutehle bei Biederitz hat am späten Dienstagnachmittag einen großangelegten Polizei- und Feuerwehr-Einsatz ausgelöst. Eine Gruppe Jugendlicher stieß im Wasser auf ein versunkenes Auto. Die anschließende Bergung brachte ein Kriminalrätsel ans Licht: Das Fahrzeug wurde bereits vor drei Jahren als gestohlen gemeldet.
Gegen 17:18 Uhr wählte ein 15-jähriger Magdeburger den Notruf, nachdem er und seine Freunde beim Schwimmen südlich der Umflutkanalbrücke den Pkw im Flussbett bemerkt hatten. Die alarmierten Beamten forderten umgehend Unterstützung an. Neben der Wasserwacht rückten die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Biederitz an, um das komplett versunkene Wrack zu sichern. Die Bergung gestaltete sich aufwendig und zog sich mithilfe eines Spezial-Abschleppunternehmens bis weit in die Nachtstunden hinein.
Als das Fahrzeug schließlich ans Tageslicht gezogen wurde, bot sich den Einsatzkräften ein Bild des Verfalls. Der Wagen war über und über mit Algen und Schlamm bedeckt, die Kennzeichen fehlten völlig. Zudem wies die Karosserie erhebliche Beschädigungen auf. Nach Einschätzung der Experten vor Ort muss das Auto bereits seit einer gefühlten Ewigkeit im trüben Wasser der Ehle gelegen haben.
Den entscheidenden Durchbruch bei der Identifizierung brachte schließlich die am Fahrgestell freigelegte Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN). Ein Abgleich in den polizeilichen Datenbanksystemen lüftete das Geheimnis um die Herkunft des Wagens: Das Auto war im Jahr 2023 im Fahndungssystem zur Kriminalitätsbekämpfung nach einem Diebstahl ausgeschrieben worden.
Wie der Wagen in den Fluss gelangte, ob er nach einer Straftat dort versenkt wurde und wer für den damaligen Diebstahl verantwortlich ist, ist nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei. Das völlig demolierte und verschlammte Fahrzeug wurde von den Beamten für eine umfassende kriminaltechnische Spurensicherung sichergestellt.
