Das Polizeirevier Jerichower Land hat in den vergangenen Tagen verstärkt das Tempo im Straßenverkehr kontrolliert. Neben Messungen an Unfall- und Beschwerdeschwerpunkten in Genthin und Tucheim nahmen die Beamten am Mittwochvormittag auch Raser in Möser ins Visier. In Schermen ging den Polizisten dabei ein besonders rücksichtsloser Verkehrsteilnehmer ins Netz, der am helllichten Tag sturzbetrunken am Steuer saß.
Die Beamten hatten sich am Mittwoch zwischen 09:53 Uhr und 10:27 Uhr in der Chausseestraße in Schermen (Ortsteil von Möser) positioniert, um das Tempo in Fahrtrichtung Karlshof zu überprüfen. Insgesamt passierten 17 Fahrzeuge die Messstelle. Während sich die meisten Fahrer an die Regeln hielten, schoss ein Autofahrer mit 66 Kilometern pro Stunde durch die Ortschaft.
Als die Polizisten den Raser um 10:27 Uhr stoppten, blieb es nicht bei einem einfachen Knöllchen. Den Beamten schlug sofort eine deutliche Alkoholfahne aus dem Wagen entgegen. Ein freiwilliger Atemalkoholtest brachte kurz darauf Gewissheit und ein erschreckendes Ergebnis: Bereits am Vormittag zeigte das Gerät einen Wert von 1,96 Promille an. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt auf der Stelle, stellten den Führerschein des Mannes sicher und brachten den Beschuldigten für eine gerichtsverwertbare Blutprobe in ein nahegelegenes Krankenhaus. Gegen ihn läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.
Bereits am Vortag zeigte eine groß angelegte Kontrolle in Tucheim (Stadt Genthin), wie notwendig die Verkehrsüberwachung ist. Nach massiven Bürgerbeschwerden hatte die Polizei einen Messwagen in der Ziesarstraße aufgestellt. In der dortigen 30er-Zone wurden die Geschwindigkeiten von insgesamt 296 Fahrzeugen registriert. Das Ergebnis: 27 Fahrer waren deutlich zu schnell unterwegs, darunter ein Lastkraftwagen und 26 Autos. Den unrühmlichen Spitzenwert lieferte ein Fahrzeugführer, der mit sage und schreibe 80 Kilometern pro Stunde – also 50 km/h schneller als erlaubt – durch die Tempo-30-Zone raste. Ihn erwartet nun ein saftiges Bußgeld sowie ein Fahrverbot.
Am frühen Mittwochmorgen bauten die Beamten zudem für eine halbe Stunde eine Kontrollstelle in der Brandenburger Straße direkt in Genthin auf. Zwischen 07:15 Uhr und 07:45 Uhr hielten sich die Autofahrer in der dortigen 30er-Zone weitgehend an das Limit. Lediglich zwei Verstöße mussten geahndet werden, die sich jedoch im Bereich eines Verwarngeldes bewegten. Der Höchstwert lag hier bei 45 km/h.
Die Polizei kündigte an, die Kontrollen insbesondere an Orten mit gehäuften Bürgerbeschwerden auch in Zukunft konsequent fortzusetzen, um die Verkehrssicherheit in der Region nachhaltig zu erhöhen und schwächere Verkehrsteilnehmer zu schützen.
