MAGDEBURG. Eine zunächst routinemäßige Verkehrskontrolle hat in der Nacht zu Freitag (12.06.2026) im Magdeburger Norden zu einem handfesten Tumult und mehreren Strafverfahren geführt. Die Polizei zog nicht nur Drogen und Diebesgut aus dem Verkehr, sondern musste sich auch gegen heftigen Widerstand wehren.
Gegen 01:00 Uhr fiel einer Streifenwagenbesatzung auf der Ebendorfer Chaussee ein Hyundai ins Auge. Der Grund für den Stopp: Auf der Rückbank des Wagens drängten sich verbotswidrig gleich vier Personen. Bei der anschließenden Überprüfung der Insassen geriet der 22-jährige Fahrer, ein syrischer Staatsangehöriger, schnell ins Visier der Beamten. Da er extrem nervös wirkte, nahmen die Polizisten ihn genauer unter die Lupe und stießen prompt auf verschiedene illegale Drogen.
Als die Einsatzkräfte die Rauschmittel beschlagnahmten, schlug die Stimmung schlagartig um. Der 22-Jährige wurde zunehmend aggressiv und versuchte, den Beamten die Drogen wieder zu entreißen. Da er sämtliche Anweisungen ignorierte und den Polizisten bedrohlich auf den Leib rückt, mussten die Beamten schließlich harte Saiten aufziehen. Nach der Androhung von Zwang wurde der Mann zu Boden gebracht und gefesselt. In diesem Moment versuchte auch noch einer der Mitfahrer einzugreifen, um den Fixierten gewaltsam zu befreien, was die Polizei jedoch im Keim ersticken konnte.
Damit nicht genug: Bei der Durchsuchung des Beifahrers machten die Ermittler den nächsten Fund. In dessen Portemonnaie steckten diverse fremde Ausweise und Geldkarten. Mindestens eines der Dokumente stammte nachweislich aus einer Straftat und war bereits offiziell zur Fahndung ausgeschrieben. Die Polizei leitete eine ganze Reihe von Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Nach Abschluss aller Reviermaltheiten wurden die Beteiligten wieder auf freien Fuß gesetzt.
