HALDENSLEBEN. Ein schwelender Konflikt aus dem Klassenzimmer ist am Donnerstagmittag (11.06.2026) mitten in der Haldenslebener Innenstadt völlig aus dem Ruder gelaufen. Mehrere Jugendliche machten auf dem Marienkirchplatz mit den Fäusten aus, was am Vormittag in der Schule begonnen hatte. Am Ende mussten zwei Teenager ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Gegen 13:00 Uhr wurden Passanten und Anwohner Zeugen der brutalen Szenen. Insgesamt sechs Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren, bei denen es sich laut Polizei um Teenager türkischer und afghanischer Herkunft handelt, gingen im Bereich des Platzes aufeinander los. Nach Aussagen von Augenzeugen schlugen die Gruppen wechselseitig und völlig rücksichtslos aufeinander ein.
Wie die ersten Ermittlungen ergaben, hatte der Zoff bereits während der Unterrichtszeit begonnen. Anstatt den Streit jedoch friedlich zu klären, verabredeten sich die Kontrahenten für die Zeit nach Schulschluss außerhalb des Schulgeländes zur Schlägerei. Bei dem folgenden Tumult erlitten drei Beteiligte Verletzungen. Zwei von ihnen, ein 15- und ein 16-Jähriger, wurden durch den Rettungsdienst zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.
Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an, um die Situation zu beruhigen. Vor Ort gestaltete sich die Aufarbeitung jedoch schwierig, da die Jugendlichen teilweise stark widersprüchliche Angaben zum genauen Ablauf des Treffens machten. Die Beamten haben ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet und untersuchen nun die genauen Hintergründe der Tat. Das Polizeirevier Börde bittet weitere Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 03904 / 4780 zu melden.
