Ein schockierender Fall von Tierquälerei beschäftigt derzeit die Polizei im Landkreis Börde. Im Bereich Barleben wurde eine Katze durch den Schuss aus einer Luftdruckwaffe lebensgefährlich verletzt. Das Tier musste in einer Spezialklinik notoperiert werden. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur, weshalb die Ermittler nun auf Hinweise aus der Bevölkerung hoffen.
Der Vorfall ereignete sich bereits am Mittwochabend, dem 17. Juni. Gegen 18:00 Uhr kehrte der Freigänger völlig entkräftet und sichtlich verletzt zu seiner 26-jährigen Besitzerin nach Hause zurück. Da sich der Zustand des Tieres rapide verschlechterte, brachte die Halterin ihre Katze umgehend in eine Tierpraxis.
Bei der anschließenden Röntgenuntersuchung machten die Mediziner eine grausame Entdeckung: Im Bauchraum des Tieres steckte ein sogenanntes Diabolo – ein Projektil, wie es typischerweise für Luftgewehre oder Luftpistolen verwendet wird. Unbekannte hatten offenbar gezielt auf die Katze geschossen. Um das Leben des Tieres zu retten, war eine sofortige Notoperation unumgänglich. Nach dem Eingriff musste die Katze noch mehrere Tage zur intensiven Betreuung und Beobachtung in einer Tierklinik verbleiben.
Das Polizeirevier Börde hat die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Bislang gibt es jedoch keine konkreten Hinweise darauf, wer für Schüsse auf Tiere in der Region verantwortlich sein könnte oder wo genau sich der Vorfall im Umfeld von Barleben abgespielt hat.
Da das Mitführen und Abfeuern von Luftdruckwaffen in der Öffentlichkeit strengstens untersagt ist und die Tat an einem frühen Sommerabend stattfand, könnten Anwohner oder Passanten Verdächtiges bemerkt haben. Das Polizeirevier Börde bittet Personen, die Beobachtungen zu Personen mit entsprechenden Waffen gemacht haben oder Hinweise zur Täterschaft geben können, sich unter der Telefonnummer 03904 / 4780 zu melden.
