Magdeburg – Ein vermeintlicher Scherz oder eine bewusste Einschüchterung unter Jugendlichen hat am Mittwochvormittag (03.06.2026) zu einem größeren Polizeieinsatz an einer Gemeinschaftsschule im Magdeburger Stadtteil Buckau geführt. Ein 16-jähriger Schüler hatte einen Mitschüler mit einer Waffe bedroht, die sich später als Softair-Pistole herausstellte.

Gegen 11:30 Uhr schlug eine Lehrkraft der Schule Alarm und informierte die Einsatzleitstelle der Polizei über eine unklare Bedrohungslage. Zuvor war es auf einer Schultoilette zu einem Vorfall zwischen zwei Jugendlichen gekommen, bei dem der 16-Jährige einen Mitschüler mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedroht haben soll. Da zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um eine scharfe Schusswaffe handelt, reagierte die Polizei sofort.

Mehrere Funkstreifenwagen eilten mit Blaulicht zu der Gemeinschaftsschule. Vor Ort nahmen die Beamten umgehend Kontakt zur Schulleitung auf, um die Lage zu sondieren. Schnell stellte sich heraus, dass der tatverdächtige Jugendliche das Schulgelände bereits verlassen hatte. Zudem verdichteten sich die Hinweise, dass es sich bei dem Drohmittel glücklicherweise „nur“ um eine Softair-Waffe gehandelt hatte.

Während ein Teil der Einsatzkräfte in der Schule erste Zeugen befragte und den Sachverhalt protokollierte, nahmen andere Polizisten Kontakt zu den Erziehungsberechtigten des 16-Jährigen auf. Die Taktik zeigte schnell Erfolg: Der Jugendliche konnte schließlich an seiner Wohnanschrift von der Polizei angetroffen werden. Auch die Softair-Pistole wurde in der Wohnung aufgefunden und von den Beamten sichergestellt. Gegen den Teenager wurde ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet.

(Quelle: Polizeirevier Magdeburg)