Großaufgebot bekämpft Waldbrand bei Schernebeck: Blitzschlag nach Unwetter vermutet

Ein schweres Unwetter mit heftigen Windböen und Blitzeinschlägen hat am Samstagabend im Bereich Schernebeck (Landkreis Stendal) einen Waldbrand ausgelöst. Rund 600 bis 700 Quadratmeter Kiefernwald gerieten in Brand. Nur durch das schnelle Eingreifen eines Großaufgebots der umliegenden Feuerwehren konnte eine Katastrophe im trockenen Forst verhindert werden.

Gegen 20:00 Uhr ging der Alarm bei der Rettungsleitstelle ein. Als die ersten Einsatzkräfte im Waldgebiet eintrafen, brannten das trockene Buschwerk und der Waldboden bereits lichterloh. Die Flammen hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits an den Kiefernstämmen hochgefressen und loderten bis in eine Höhe von etwa fünf Metern. Das aufgekommene Sturmwetter fachte das Feuer zusätzlich an, weshalb umgehend massive Verstärkung angefordert wurde.

Insgesamt eilten 88 Kameradinnen und Kameraden aus neun verschiedenen Gemeindefeuerwehren mit 17 Einsatzfahrzeugen zur Brandstelle. Den Wehrleitungskräften gelang es, den Brand zügig von mehreren Seiten einzukesseln und unter Kontrolle zu bringen. Nach dem eigentlichen Löscheinsatz folgte die aufwendige Suche nach tief im Waldboden sitzenden Glutnestern, die mühsam abgelöscht werden mussten, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Bei der anschließenden Untersuchung der Brandstelle stießen die Ermittler auf eine gesplitterte Kiefer. Die Spuren an dem Baum deuten massiv auf einen Blitzeinschlag hin, der das Holz entzündet haben dürfte. Da zum Zeitpunkt des Ausbruchs ein Gewitter über die Region zog, gilt diese natürliche Ursache als sehr wahrscheinlich. Dennoch ermittelt die Polizei parallel weiter, da andere Brandursachen wie Fahrlässigkeit vorerst nicht komplett ausgeschlossen werden können.

Personen wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Der entstandene Sachschaden im Forst wird nach ersten Schätzungen der Behörden auf rund 5.000 Euro beziffert.

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